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23.09.2017 WSC I: Wer die Tore nicht macht gewinnt trotzdem!

Nach dem eher enttäuschenden Saisonstart mit 3 Punkte aus 3 Spielen, waren die Weggiser im zweiten Heimspiel gegen die gut gestarteten Gäste von Zug 94 gefordert. Um den Anschluss an den Strich für die Aufstiegsplätze zu wahren, waren an diesem schönen Samstagabend 3 Punkte absolute Pflicht. Ein echter Charaktertest also für die Jungs des Fanionteam. Zudem war bei der Trainercrew wegen Absenzen von gleich 4 zentralen Mittelfeldspieler einiges an Kreativität gefordert.

Die Weggiser schienen gewillt, die drei Punkte einzufahren und starteten gefällig in die Partie. Die erste Grosschance gehörte somit auch nach 7 Minuten dem Heimteam. Yves Zurmühle konnte alleine in den Strafraum ziehen, statt eines Abschlusses entschied er sich aber für den Querpass, welcher von der gegnerischen Abwehr abgefangen werden konnte. 3 Minuten später dann die erste Grosschance für die Zuger, welche den Ball zum Glück über den Querbalken hauten. Keine drei Zeigerumdrehungen waren vergangen, blieb den Weggisern der Torjubel dann im Halse stecken. Der als Torgarant bekannte Nicolas Eyer tauchte alleine vor dem gegnerischen Tor auf, lobte den Ball aber über den Kasten. Schade, sonst macht der Stürmer des WSC solche Tore im Schlaf. Diese ausgelassenen Chancen rächten sich dann in der 16. Minute. Die Gäste aus dem Zugerland konnten sich am rechten Flügel durchsetzen und der Pass in die Mitte fand am zweiten Pfosten einen dankbaren Abnehmer zur Gästeführung. Die Zuger Freude währte allerding nur knappe 5 Minuten. Nach einem Eckball konnte Nicolas Eyer nur noch mit einem Foulspiel am Abschluss gehindert werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte André Greter souverän zum verdienten Ausgleich. Die Partie entwickelte sich nun immer mehr zu einer attraktiven Partie, mit Chancen auf beiden Seiten. Die nächste Grosschance gehörte erneut dem agilen Nicolas Eyer, welcher nach 32 Minuten alleine auf den gegnerischen Torwart losziehen konnte. Statt das Tor zu erzielen, entschied er sich aber für einen unkonzentrierten Querpass auf den mitgelaufenen Yves Zurmühle, welcher mit einem Abstoss endete. In der 35. Minute machte es Nicolas Eyer dann besser. Sein cleverer Querpass fand die Füsse von Captain Benjamin Arbia, welcher mit einem überlegten Flachschuss die Weggiser Führung erzielen konnte. Nur zwei Minuten später dann eine weitere 100%ige Gelegenheit, um das Score weiter auszubauen. Arbnor Shala stand nach einer gelungen Vorarbeit von Benjamin Arbia und Nicolas Eyer ganz alleine vor dem fast leeren Tor, schob die Kugel aber knapp neben den Pfosten. Die mangelnde Chancenauswertung scheint sich durch die gesamte Saison wie ein roter Faden zu ziehen und hätte sich kurz vor dem Pausenpfiff beinahe gerächt. Eine klare Offsideposition wurde vom sonst gut pfeifenden Schiedsrichter grosszügig übersehen und so konnte der Zuger Angreifen mutterseelenallein aufs Weggiser Tor laufen. Glück im Unglück für die Röhrli-Kicker, dass der Abschluss neben dem Tor landete. So endete eine abwechslungsreiche Halbzeit mit einer knappen Weggiser Führung. Die Zuger hatten wohl etwas mehr vom Spiel, das Chancenplus lag aber klar beim Heimteam.

In der Pause gab’s vom Trainer Peitschenhiebe, statt des erwarteten Zuckerbrot, was besonders Torschütze André Greter zur Weissglut trieb. Die Botschaft schien aber anzukommen, startete man doch hellwach in die Partie. Nach einem Foul an Yves Zurmühle, durfte Arbnor Shala einen Freistoss von der Seitenlinie ausführen. Der gut getretene Ball wurde im Strafraum auf den zweiten Pfosten verlängert,  wo der kurz zuvor eingewechselter Martin Mundprecht bei seinem lang ersehnte Comeback den Ball sehenswert in die Maschen köpfeln konnte. Dementsprechend ausgefallen viel auch der Jubel des Rückkehrers aus. In der 55. Minute konnte das Heimteam sogar noch nachlegen. Nach schöner Vorarbeit von Yves Zurmühle und Nicolas Eyer war es erneut Benjamin Arbia, welcher die Thermoplan Arena mit seinem 4-1 zum Jubeln brachte. Wer dachte, dass die Partie nun gelaufen war, sah sich leider getäuscht. Nach einer Stunde konnte Lukas Hasler nur mit einem Foulspiel vom Ball getrennt werden. Da der fällige Pfiff jedoch ausblieb, konnten die Zuger ohne grosse Gegenwehr den Anschlusstreffer erzielen. Nach 63 dann beinahe der dritte Treffer der Zuger. Dem Zuger Stürmer fehlte alleine vor Jan Bühler aber die notwendige Kaltblütigkeit und er schob das runde Leder knapp neben den Pfosten. Dieser Treffer fiel dann doch noch nach 67 Minuten, als im Mittelfeld ein Ball vertändelt wurde. Diese Mal hatten die Zuger keine Mühe, den Treffer zum 4:3 zu erzielen. Schade aus Weggiser Sicht, hatte man wegen 7 Minuten Tiefschlaf den komfortablen Vorsprung fas komplett hergegeben. Eine Minute später wurden den Zugern die zahlreichen gelben Karten dann aber zum Verhängnis. Benjamin Arbia konnte alleine aufs gegnerische Tor losziehen und wurde kurz vor der Strafraumgrenze mit einer „Notbremse“ von den Socken geholt. Zuerst rieb man sich verwundert die Augen, warum diese Aktion nur mit einer gelben Karte geahndet wurde. Da es für den Zuger Verteidiger aber bereits der zweite gelbe Karton war, musste er vorzeitig unter die Dusche. Die Weggiser wussten die Überlegenheit nun auszuspielen und erarbeiteten sich weitere Grosschancen. Zuerst war es Doppeltorschütze Benjamin Arbia nach 73 Minuten, welcher den Ball aus aussichtsreicher Position ins Aussennetz haute. Zwei Minuten später war es Routinier Yves Zurmühle, welcher auch zu vorgeschrittener Stunde noch wie ein junges Reh über den Platz hoppelte, welcher Lukas Mikulicius mit einem schönen Flankenball bediente. Das Leder knallte aber via Kopf von der Latte zurück ins Spielfeld und der Nachschuss war leider etwas zu hoch angesetzt. In der 85. Minute war Martin Mundprecht an der Reihe, welcher aus 10 Metern alle Zeit der Welt hatte, den Ball im fast leeren Kasten zu versorgen. Manchmal kann man im Fussball auch zu viel Zeit haben. So studierte der Flügelspieler zu lange und schlenzte das Runde neben das Eckige. Eine Minute später dann die vermeintliche Entscheidung.  Patrick Hegglin durfte alleine aufs gegnerische Tor laufen. Statt seinen mitgelaufenen Sturmpartner Benjamin Arbia zu bedienen, lief er geradewegs in den Torwart und so war auch die nächste Grosschance Geschichte. Es war zum Haare raufen! Dass sich das bekannte Sprichwort „wer die Tore nicht macht…“ nicht bewahrheitete, war dem erneut stark spielenden Torhüter Jan Bühler zu verdanken. Nach 87 Minuten konnte er einen Kopfball mit einem sogenannten „Big Save“ zum Eckball klären. So durften die Weggiser nach gut 93 Minuten den Sieg gegen einen starken Gegner bejubeln und schafften dank diesen drei Punkten wieder den Sprung über den Strich.

Weiter geht es für den WSC am nächsten Samstag 30. September um 20:15 beim FC Hünenberg. Das nächste Heimspiel findet dann am Sonntag 8. Oktober um 14:00 in der heimischen Thermoplan Arena statt. Das Team freut sich auf erneut tolle Unterstützung der treuen WSC Fangemeinde.
 
Telegramm:
Weggiser SC – Zug 94 4-3 (2-1)
Thermoplan Arena, 100 Zuschauer
Schiedsrichter: Joel Kauert, Emmen
Tore: 0-1 Zug 94 17‘, 1-1 André Greter (Penalty) 22‘, 2-1 Benjamin Arbia 35‘, 3-1 Martin Mundprecht 47‘, 4-1 Benjamin Arbia 55‘, 4-2 Zug 94 59‘, 4-3 Zug 94 66‘
Bemerkungen: gelbe Karten Zug 94 36‘, 53‘, 60‘, 85‘, 91‘, gel-rot Zug 94 68‘
für Weggis spielten: Jan Bühler, Pedro Rego, André Greter, Reto Gügler (Sandro Buser 46‘), Noris Usiomoifo (Joel Gloggner 87‘), Yves Zurmühle, Arbnor Shala (Lukas Hasler 57‘), Flavio Duschan (Lukas Mikulicius 71‘), Patrick Hegglin (Martin Mundprecht 33‘), Benjamin Arbia, Nicolas Eyer (Patrick Hegglin 81‘)
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